Ein Vorfall in der Musikbranche schlägt zur Zeit hohe Wellen: Nachdem der Rapper Macklemore im Vorfeld eines Ed Sheeran-Konzertes sich für das palästinensische Volk ausgesprochen hatte, wurde er für die weitere Tour aus dem Vorprogramm gestrichen. Macklemore hatte auf der Bühne betont, dass sich die Kritik an der israelischen Regierung nicht gegen seine „jüdischen Brüder und Schwestern“ richte - dennoch wird ihm Antisemitismus vorgeworfen. Hinter dieser Entscheidung steht der US-amerikanische Milliardär Robert Kraft, der zu den einflussreichsten Unterstützern Israels in den USA gehört.
Was danach geschah, wird in manchen Kommentaren als „Südafrika-Moment“ bezeichnet: in Solidarität mit Macklemore und dem palästinensischen Volk sagten alle weiteren Vorgruppen Ed Sheerans sowie seine Begleitband Beoga ihre Teilnahme an der Tour ab. Der Ticketvorverkauf ist eingebrochen. Weitere Musiker zeigten ihre Solidarität mit Macklemore. Ed Sheeran verlor auf Instagram mehr als 200.000 Follower, Macklemore dagegen gewann rund 1,25 Millionen neue Follower. Maike Gosch schreibt dazu auf den Nachdenkseiten: “Von der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung bis zum Kampf gegen die südafrikanische Apartheid war der organisierte Entzug von Geld, Aufmerksamkeit und Zustimmung ein Mittel, mit dem Menschen ohne Milliardenvermögen, Medienmacht oder institutionellen Einfluss Druck auf diejenigen ausübten, die diese Macht besaßen.”
Im Zusammenhang mit Israel kommen seit Monaten regelmäßig neue Abscheulichkeiten ans Licht:
Eine Untersuchungskommission der UNO wirft Israel vor, im Gazastreifen und im Westjordanland gezielt Kinder angegriffen zu haben (Juni 2026).
Die israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem wirft der Regierung in dem Bericht The Elimination Project vor, an einer systematischen Vertreibung der Palästinenser aus dem Westjordanland zu arbeiten. B’Tselem hat in den vergangenen drei Jahren rund 2.000 Berichte von Augenzeugen gesammelt. (Juni 2026)
Recherchen der israelischen Zeitung Haaretz zeigen, dass der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu vor dem 7. Oktober gewarnt wurde und diese Warnung für sich behielt. (September 2026)
Erst kürzlich wurde in Venedig die Filmdoku NAZA vorgestellt, über den die Filmemacher Yuval Abraham und Rachel Szor sagen: „Wir haben diesen Film aus dem Gefühl der Verpflichtung heraus gedreht, unsere Position als Israelis zu nutzen, um die Systeme zu untersuchen, die hinter dem Massenmord an palästinensischen Zivilisten stehen, für den unser Land verantwortlich ist. Während der Dreharbeiten in den letzten drei Jahren stellten wir uns genau die Fragen, die bereits die Generation unserer Großeltern und im gesamten 20. Jahrhundert gestellt wurden: Wie kann eine Gruppe von Menschen die vollständige Entmenschlichung einer anderen Gruppe zulassen? Wie sehen die inneren Abläufe eines solchen Systems aus?“
Währenddessen plant Donald Trump, weitere Bomben an Israel zu senden. (September 2026)
„There comes a time when silence is betrayal.“ Martin Luther King
Angesichts dieser Entwicklungen tauchen folgende Fragen auf:
Wie ist es möglich, dass dieses Thema nach wie vor so polarisiert? Wieso kommen immer noch reflexartig Antisemitismus-Vorwürfe, sobald man die Verbrechen der israelischen Regierung benennt? Und: Wie viele Beweise braucht es noch?
Auf der Suche nach Antworten kommen mir folgende Gedanken:
Das ewige Schuldthema, die dunkle Vergangenheit unseres Landes. Das Schwarz-Weiß-Denken in Social Media, die Algorithmen, die uns die Inhalte anzeigen, die wir sehen wollen. Die Blasen, in denen wir es uns gemütlich machen, mit Gleichgesinnten, die wie wir denken. Es ist so einfach geworden, sich nur die Informationen rauszupicken, die wir sehen und hören wollen. Dazu kommt der Nachrichten-Overload, der uns abstumpfen lässt. Kaum haben wir uns einem Thema gewidmet, wird schon die nächste Sau durchs Dorf getrieben.
Wird es irgendwann, wenn es zu spät ist, heißen: Wir haben es immer schon gewusst?



Ja, es ist traurig zu sehen, wie fremdbestimmt und ferngesteuert die Menschen sind. Heute traut sich kaum noch jemand, Position zu beziehen und die Dinge beim Namen zu nennen aus Angst vor Repressalien. In Deutschland ist es besonders schlimm. Die alliiert verordnete Umerziehung dient nicht zuletzt dazu, den traumatisch eingehämmerten Schuldkult zu pflegen und die Deutschen unten zu halten.
Du schreibst: "Nachdem der Rapper Macklemore im VORFELD eines Ed Sheeran-Konzertes sich für das palästinensische Volk ausgesprochen hatte, wurde er für die weitere Tour aus dem Vorprogramm gestrichen."
Das ist falsch. Er hat sich auf der Bühne während der Tour pro palästinensisch positioniert. Das ist ein wichtiger Unterschied zu deinem falschen "im Vorfeld", was eine krasse Verharmlosung seines Verhaltens ist. Du stellst ihn als Opfer der Israel Lobby dar, in Wirklichkeit ist er Täter und schon in der Vergangenheit mit Holocaust Verharmlosung aufgefallen.
Diese mutmaßlich bewusste Verschleierung in deinem Artikel, hilft ihn einzuordnen: ein übles antisemitisches Propagandastück. Du schreibst auf Deutsch, vermutlich bist du Deutsche und mit diesem Hintergrund solltest du dich schämen, die Arbeit der Nazis auf diese Weise fortzusetzen.
Denn genau das haben die Nazis getan: mit Unwahrheiten den Juden Greueltaten angedichtet und als die Propaganda ihre Wirkung erzielt hat, haben sie ihre Vernichtungspläne unter Beifall umgesetzt.
Harte Worte und vielleicht hast du den Artikel auch nur aus Dummheit und Naivität geschrieben, aber dennoch sind hier klare Worte notwendig.
Mit Auslassungen (wo wird der 7. Oktober erwähnt? Wo die tausenden Raketen von Gaza auf Israel?), Verdrehungen, Verfälschungen wird die Glaubwürdigkeit Israels von Frauen und Männern wie dir sturmreif geschossen. Wenn die Propaganda dann ihre Wirkung entfaltet hat, werden die Judenhasser mutmaßlich ihr blutiges Werk, das sie mit mittlerweile verbotenen Parolen auf Demos im ganzen Land verkünden, vollenden.